SILO-PROJEKT in Lannach – TEIL 2 (Antwort auf eine Frage im Gästebuch)

Wie wir schon geschrieben haben, wissen wir leider auch nicht mehr als dem Artikel der „Kleinen Zeitung“ zu entnehmen ist.  Sollte der Bau aber tatsächlich umgesetzt Luftaufnahme_01werden, ist mit einer steigenden Lärm-, Abgas- und Verkehrsbelastung zu rechnen. Abgesehen von einer Stahlwand, die vermutlich zum neuen Wahrzeichen von Lannach werden würde. Um dir ein Bild zu geben: auf die Länge des Lannacher Sportplatzes (über 100 Meter) hast du eine Stahlwand vor dir, die so hoch ist, wie die Flutlichtmasten auf dem Lannach Sportplatz (Hauptspielfeld)!

Das Fassungsvermögen der Silos umfasst lt. Zeitungsbericht 29.380 Kubikmeter  und es soll darin Mais und Pellets gelagert werden. Sollte das ganze Fassungsvermögen ausgeschöpft werden, würden man dazu rund 790 bis 850 Sattelzüge benötigen! Und auch mit der Bahn wären über 400 Güterwagons notwendig. Rechne die Sattelzüge zum täglichen Verkehrsaufkommen von über 19.000 Fahrzeugen(!) hinzu, die täglich über Lannach aus bzw. in den Bezirk Deutschlandsberg fahren.  Weicht man vom Straßenverkehr auf die Anlieferung mit Güterwagons aus, würde dies wiederum ein vermehrtes Stauaufkommen auf der B 76 bedeuten.

Jedes Jahr im Herbst haben wir jetzt schon Staus und Verkehrsbehinderungen bei der Ortseinfahrt Lannach, wenn Lastenzüge und die umliegenden Landwirte das Getreide zum Standort Lannach anliefern! Der Betrieb dieser Silos würde unmittelbar nicht nur die Anrainer von „Lannach-Ost“ (Doblerstraße, Ziegelweg, Fasanweg, Eisteichstraße etc.) betreffen, sondern auch die Bewohner des Fischerweges und der Kaiserbergstraße. Aber auch die Bewohner des Ortszentrums und der „Neuwiese“  wären durch das verstärkte Verkehrsaufkommen indirekt betroffen (Verkehrsstau, Ausweichrouten, Abgasbelastung, Lärm). Abgesehen davon kann nicht ausgeschlossen werden, dass  es zu einer Abwertung angrenzender Immobilien (Grundstücke, Wohnhäuser) kommt. Kaufst du dir ein Haus oder ein Grundstück  mit der  Aussicht auf eine circa 100 x 22 Meter große Stahlwand oder regelmäßigen LKW-Lärm, Staubbelastung etc.?

Das Gemeindegebiet von Lannach umfasst ein zig- Hektar großes Industriegebiet. Warum solche Projekte dennoch in  bzw. am Rande  von Siedlungsgebieten umgesetzt werden sollen, ist uns von der OBL ein Rätsel. Wie anfangs schon ausgeführt, fehlen uns aufgrund mangelnder Information durch den Herrn Bürgermeister Detailinformationen.