Wie werden die Gemeinderatsmandate vergeben?

Die Berechnung der Gemeinderatsmandate erfolgt nach dem D`Hondtschen Verfahren wie folgt: 

1.)   Die zu vergebenden Gemeinderatssitze werden auf die Parteilisten mittels der Wahlzahl verteilt.

2.) Wahlzahl: Die Parteisummen werden nach ihrer Größe geordnet nebeneinander geschrieben; unter jede dieser Summen wird die Hälfte geschrieben, darunter das Drittel, Viertel, Fünftel usw; hiebei sind auch Bruchteile zu berechnen. Die so ermittelten Zahlen werden zusammen mit den Parteisummen nach ihrer Größe geordnet, wobei mit der größten Parteisumme begonnen wird und gleich große Zahlen so oft anzusetzen sind, als sie in den angeschriebenen Zahlenreihen. Als Wahlzahl gilt bei 21 zu vergebenden Gemeinderatssitzen die einundzwanzigstgrößte Zahl der so  angeschriebenen Zahlen.

3.) Jede wahlwerbende Partei erhält so viele Gemeinderatssitze, als die Wahlzahl in ihrer Parteisumme  (Gesamtstimmenanzahl) enthalten ist.

4.) Wenn nach dieser Berechnung zwei oder mehrere Parteien auf einen Gemeinderatssitz den gleichen Anspruch haben, so entscheidet zwischen ihnen das Los.

5.) Das Los ist von dem an Jahren jüngsten Mitglied der Gemeindewahlbehörde zu ziehen.
Anbei die Berechnung der Gemeinderats- und Vorstandsmandate nach dem D`Hondtschen Verfahren bei den Gemeinderatswahlen aus den Jahren 2010 bzw. 2005. Dabei werden die Gemeinderatsmandate und die Vorstandsmandate nach einem Teilungsschlüssel auf der Basis der Stimmen der einzelnen Parteien ermittelt. Dadurch ergibt sich, dass das Gemeinderatsmandat pro Partei unterschiedliche Stimmengewichte hat. Bei der GR-Wahl 2010 waren für ein Mandat der OBL nur 99,0 Stimmen erforderlich. (Stimmen durch 5 Gemeinderatsmadate), da wir das letzte zu vergebende Mandat erhalten haben. Hingegen brauchte die SPÖ für ein Mandat 146,5 Stimmen. Das zeigt, dass die Mandatsvergabe sich nicht aus dem Wert der durchschnittlichen Berechnung (gültige Stimmen durch Anzahl der Mandate) ergibt, sondern eben nach dem besonderen D`Hondtschen Verfahren ermittlet wird.

Daher ist bei der Erklärung der Gültigkeit aller abgegeben Stimmen darauf hinzuweisen, dass auf Grund des besonderen Ermittlungsverfahrens mittels des D`Hondtschen Verfahrens nicht der arithmetische Wert aus der Anzahl der gültig abgegebenen Wahlstimmen durch die Anzahl der zu vergebenden Gemeinderatsmandate über die Mandatsvergabe bestimmt wird, sondern das Ergebnis des besonderen Verfahrens.

Anbei Auswertung der letzten Gemeinderatswahl vom 21. März 2010

HontscheAls Beispiel haben wir für Sie das Ergebnis der Gemeinderatswahl 2010 und das Ermittlungsverfahrens mittels des D`Hondtschen Verfahrens als pdf-file dokumentiert. Einfach das Icon  anklicken!